Geräusch / Schwingungsprüfung

Alternativ oder auch zusätzlich zu den geometrischen Verfahren lässt sich die Verzahnung während des Abrollens hinsichtlich deren Geräuschentwicklung bewerten.

Im weitaus größten Teil der Anwendungen greift man dabei auf die Auswertung eines Körperschallsignals zurück. Der Körperschall erlaubt auch unter widrigen Umständen (bei starken Umgebungsgeräuschen) eine sichere Identifikation von Verzahnungsfehlern.

Die Geräuschprüfung kann sowohl im Zweiflanken-, als auch im Einflankenkontakt durchgeführt werden und liefert dabei ähnliche Ergebnisse. Sie erlaubt Aussagen zur Rundlauf- und Verzahnungsfehlern und ist eine wertvolle Ergänzung zu den geometrischen Verfahren.

Ist eine Verzahnung im fertig montierten Zustand zu prüfen (z. B. komplettes Getriebe), ist die Geräuschprüfung oft die einzige Methode, Fehlern systematisch auf die Spur zu kommen. Im Gegensatz zu den geometrischen Prüfverfahren müssen die Prüfsysteme „trainiert“ werden. Das Training erfolgt über „Gutmuster“, d. h. über Komponenten, die akustisch nicht auffällig sind.

Bauteile, die diese Grenzmuster überschreiten, werden automatisch als nicht in Ordnung klassifiziert. Geeignete Analyseverfahren (z. B. Ordnungsanalyse) erlauben häufig eine Zuordnung zu den beteiligten Bauelementen.